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Armbrustbau


Achtung:
Eine Armbrust ist nach Waffengesetz eine Waffe da sie gespeicherte Energie per Abzug freigeben kann! Deshalb gelten hier auch beim „tragen“ (zur Schau tragen und insbesondere Benutzung) besondere Regeln. Waffenbesitzkarte und Waffenschein können nötig werden, Deshalb ist des tragen und der Erwerb auch erst an 18 Jahren erlaubt! Das Führen in der Öffentlichkeit ist in der Regel nicht ohne besondere Genehmigung möglich! Deshalb ist beim Transportieren und zur Schaustellung besondere Maßnahmen zur willkürlichen Benutzung oder Entwendung zu treffen!



1. Der Schaft (Holz)
Für den Schaft: 1 Stück Holz mit den Maßen 700 x 70 x 60 mm; es sollte eine hartes Holz verwendet werden, da es zum Teil große Belastungen aushalten muß, also z. B. Eiche, Buche, Apfel- oder Nußbaum... Außerdem darf das Holz nicht zu frisch sein, sonst können sich Risse bilden oder das Gehäuse für die Mechanik kann sich verziehen.

2. Die Nuß (Stahl)
Früher wurde die Nuß auch oft aus Horn hergestellt.


Anm.: Sowohl die Rundung für die Sehne als auch für den Bolzen sollte einem Kreis mit Durchmesser Ø = 10 mm folgen. Die Bohrung mit dem Durchmesser Ø = 5 mm muß exakt mittig erfolgen.



3. Die Abzugstange (Stahl)










4. Stahlstifte (2 Stück)
Passend zu Nuß und Abzugstange, mit Länge L = 60 mm und Durchmesser Ø = 5 mm. Die Nuß wurde auch oft mit einem Faden, dem sogenannten Nußfaden, anstelle eines Stahlstiftes befestigt.

Soll die Armbrust mit einem Geißfuß gespannt werden, muß der Stahlstift der Nuß etwa 20 mm über jede Seite hinausstehen, so dass man hier eine Länge von 100 mm mit einem Durchmesser Ø= 5 mm benötigt

5. Feder (Federstahl)
Nicht unbedingt notwendig, aber vereinfacht die Handhabung. Passend dazu zum Befestigen eine Holzschraube mit breitem Kopf. Die Breite der Stahlfeder sollte nicht mehr als 10 mm betragen und sie muß in der Lage sein, die Abzugstange über den kurzen Hebel anzuheben.







6. Bolzenklemmer & Splint mit Unterlegscheibe (Federstahl/Stahl):

Ein beliebtes Material für den Bolzenklemmer war auch Horn. Der Splint ist eine am Ende längs aufgesägte Niete, die in diesem Fall sehr stark sein muß, da der Bolzenklemmer oft gedreht und beansprucht wird. Die Unterlegsxheibe sollte die Maße 10 mm x 10 mm x 1 mm haben mit einer Bohrung Ø = 5 mm, passend zum Splint. Sie sollte am gespaltenen Ende untergelegt werden, bevor man die beiden Hälften des Splints umschlägt.



zu (1): Diese Höhe muß größer sein als der Durchmesser der Sehne, damit der Bolzenklemmer zum Spannen nicht immer beiseite dedreht werden muß.


zu (2): An dieser Stelle sollte mittig eine kleine (1 mm) Rinne eingearbeitet sein, um den Bolzen zu greifen.







Anmerkung: Der Bolzenklemmer muß überall gut abgerundet sein,
damit sich die Sehne nicht an scharfen Kanten aufreibt - also vor allem vorne, wo der Bolzen gehalten wird.


7. Bogen (Federstahl):
Da die Armbrust in der Regel auf den Bogen abgestimmt wird, sind hier Vorgaben nicht wirklich sinnvoll. Der Schaft wurde für einen Bogen mit einer Höhe von 40 mm ausgelegt und einem Auszug von 330 mm. Wird ein anderer Bogen verwendet, müssen Gabel und Schaft dementsprechend angepaßt werden.








8. Stehgreif (Stahl):
Um den Stehgreif später zusätzlich zu fixieren kann ein Winkelstück angeschweißt und mit einer Holzschraube am Schaft angeschraubt werden.

Unbedingt beachten, dass ein Fuß mit Schuh hineinpaßt und der obere (später nach unten zeigende) Steg breit genug ist, sonst könnte es beim Spannen mit dünner Ledersohle ein bißchen schmerzen.





9. Vermaßung: Schaft





10. Detail: Gabel
Die Gabeltiefe richtet sich allein nach dem Bogen, den sie aufnehmen soll - sie muß sein verrutschen verhindern. Bei einem dünnen Stahlbogen reichen daher wenige Milimeter Tiefe aus.




zu (1): Um den Winkel a, in dem der Bogen zum Schaft liegen soll, zu ermitteln, fällt man das Lot von der Mitte des gedachten Bogenrückens. Dieses Lot, also später die Sehne,muß genau in der Nuß möglichst eng an der Säule liegen. Im Zweifelsfall den Winkel a vergrößern, wodurch das Lot in die Säule verschoben wird. Liegt die Sehne später zu hoch in der Nuß oder sogar darüber, läßt sich die Armbrust nicht spannen!
zu (2): Die obere Gabelspitze sollte möglichst schmal sein, muß aber den Bogen auch halten können. Im Zweifelsfall muß sie etwas stärker gebaut werden.


11. Detail: Bolzenklemmer












12. Detail: Nuß/Abzugstange


zu (1): Die Nuß exakt in der richtigen Höhe anbringen! Die Bolzenrinne des Schafts muß in gleicher Höhe sein mit der Bolzenführung der Nuß, damit der Bolzen gerade eingelegt und eine ebene Bolzenführung gewährleistet werden kann. Außerdem sollte die Sehnenführung in gleicher Höhe mit der Oberseite des Schaftes sein; notfalls den Schaft neben der Nuß auf die gleiche Höhe feilen, damit die Nuß richtig in die Sehne greift.
zu (2): Die Abzugstange muß dicht an der Nuß angebracht werden! Bereits kleinste Lücken führen zu einer Schrägstellung der Nuß, sobald die Sehne eingelegt ist; eventuell wird dann die Sehne nicht gehalten.

13. Detail: Stehgreif & Bogen

Der Bogen und Stehgreif wurde einfach mit der Einbindung an dem Schaft befestigt, doch sollte sichergestellt werden, dass sich der Stehgreif unter keinen Umständen löst; beim Spannen schlägt einem sonst vielleicht der Schaft ins Gesicht.


Deshalb wurde hier der Stehgreif zusätzlich mit einem Winkelstück verschweißt, das dann in die Säule geschraubt werden kann. Anschließend wird diese Konstruktion mit der traditionellen Armbrusteinbindung verdeckt.



14. Zielvorrichtungen
Zielvorrichtungen kommen scheinbar erst im späten 15. Jahrhundert auf und werden daher hier nicht behandelt.
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